KI und Ethik

Bei dem Einsatz künstlicher Intelligenz geht es auch immer um Fragen von (Rechts-)Philosophie und (Rechts-)Ethik, denn eine KI macht vorwiegend dort Sinn, wo Sachverhalte bewertet und Entscheidungen gefunden oder zumindest vorbereitet werden müssen.

Angeknüpft an diese schlichten Prozesse der Bewertung und Entscheidungsfindung sind zwingend Fragen der Ethik und grundlegenden Philosophie: Welche Entscheidungen können und wollen wir aus der Hand geben? Wie viel Autonomie geben wir auf, wenn wir Software Entscheidungen überlassen – ist es überhaupt eine Aufgabe von Autonomie oder nur ein verlagern, wie man sonst auch auf fachkundige(re) Ratgeber zurückgreift? Sind wir bereit mit einer Fehlertoleranz bei ausgelagerten, auf KI basierenden, Entscheidungen zu leben? Und natürlich: Wenn Fehler geschehen, wer soll haftbar sein – muss überhaupt jemand haftbar sein?

Ich habe mich als junger Jurist, schon während des Studiums, am liebsten neben IT und Strafrecht mit der Rechtsphilosophie befasst, der ich mich seit Jahrzehnten widme. Durch die sich neu stellenden Rechtsfragen beim Betrieb künstlicher Intelligenz kann ich meine andauernde Fortbildung in diesem Bereich nun sinnvoll anbieten. In meinem Blog beschäftige ich mich mit diesen philosophischen und ethischen Fragen, teilweise auch bewusst unter sehr kontroversem Blickwinkel.